Zentrum für Diagnostik und Therapie
chronischer und komplexer Schmerzen

Kagraner Platz /
Doningasse 12/1/5
1220 Wien

Tumorschmerzen

Schmerzen im Rahmen einer Krebserkrankung sind eine eigene Disziplin — mit eigenen Mechanismen, eigenen Medikamenten und einem anderen zeitlichen Rahmen als chronische Nicht-Tumorschmerzen.

Gute Schmerztherapie ist ein wesentlicher Teil guter Krebsbehandlung — und verdient denselben Stellenwert wie die onkologische Therapie selbst. Wer Schmerzen hat, schläft schlechter, erholt sich langsamer, verträgt Therapien schlechter. Wer schmerzfrei ist, lebt besser — und oft auch länger.

Knochenmetastasen

 

Knochenmetastasen

Knochenmetastasen verursachen einen typisch bohrenden, oft nächtlich verstärkten Schmerz — einer der häufigsten und belastendsten Schmerztypen in der Onkologie. Gezielte Schmerztherapie, Bisphosphonate und interventionelle Verfahren können die Lebensqualität deutlich verbessern.

Tumorinfiltration von Nerven und Nervengeflechten

Wenn ein Tumor in Nerven oder Nervengeflechte einwächst, entstehen neuropathische Schmerzen, die besondere Therapiekonzepte brauchen. Typische Beispiele sind die Infiltration des Plexus brachialis bei Lungentumoren oder des Plexus lumbosacralis bei Beckentumoren — Schmerzen, die ohne spezialisierte Behandlung kaum zu kontrollieren sind.

Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN)

Taubheit, Kribbeln und Brennen in Händen und Füßen — die chemotherapie-induzierte Polyneuropathie ist eine häufige und oft unterschätzte Nebenwirkung, die manchmal erst nach Abschluss der Therapie richtig manifest wird. Sie schränkt Alltag und Lebensqualität massiv ein — und ist behandelbar.

Strahlenmukositis

Eine schmerzhafte Entzündung der Schleimhäute nach Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich — das Essen, Schlucken, Sprechen wird zur Qual. Wir begleiten Betroffene schmerzmedizinisch durch diese Phase und darüber hinaus.

Strahlenneuropathie

Nervenschäden als Folge einer Bestrahlung — oft erst Monate oder Jahre nach der Therapie spürbar, brennend, einschießend, hartnäckig. Die Strahlenneuropathie ist ein klassisches Beispiel für einen Tumorfolgeschmerz, der in der Nachsorge zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

 

Postoperative Schmerzsyndrome

Schmerzen nach tumorchirurgischen Eingriffen — etwa nach Mastektomie, Thorakotomie oder Darmresektionen — werden zu oft als unvermeidlich akzeptiert. Sie sind es nicht. Postoperative Schmerzsyndrome sind anerkannte Schmerzerkrankungen mit spezifischen Therapieoptionen, die Lebensqualität nach einer Krebsoperation deutlich verbessern können.

Unser Zugang: Wir behandeln Tumorschmerzen aktiv und auf höchstem Niveau: medikamentös mit dem vollen Spektrum moderner Schmerztherapie, interventionell wo sinnvoll — etwa mit rückenmarksnahen Verfahren oder Nervenblockaden — und in enger Abstimmung mit den behandelnden Onkologinnen und Onkologen.

Wir freuen uns ausdrücklich über Zuweisungen aus der Onkologie. Denn Tumorschmerz ist zu wichtig, um ihn dem Zufall zu überlassen.