Verabreichungswege
Wie ein Medikament in den Körper gelangt, ist oft genauso wichtig wie das Medikament selbst. Unterschiedliche Verabreichungswege haben unterschiedliche Wirkprofile — und manche Schmerzsituationen brauchen einen sehr spezifischen Zugang.
- Oral — Tabletten, Kapseln, Tropfen: der häufigste Weg, praktisch, aber abhängig von Resorption und Stoffwechsel
- Transdermal (Pflastersysteme) — kontinuierliche Wirkstoffabgabe über die Haut; besonders relevant bei Opioiden (z. B. Fentanyl, Buprenorphin) und Lokalanästhetika (Lidocain-Pflaster bei postherpetischer Neuralgie)
- Topisch (Salben & Cremes) — lokale Wirkung ohne systemische Belastung; z. B. NSAR-Gele, Capsaicin-Cremes, Lokalanästhetika-Salben
- Subkutan & intramuskulär — rasche Wirkung bei umgegangenem Magen-Darm-Trakt; z. B. bei Übelkeit oder eingeschränkter Schluckfähigkeit
- Intravenös — schnellste Wirkung, maximale Steuerbarkeit; bei Ketamin-Infusionen, Bisphosphonaten oder Lidocain-Infusionen
- Epidural — Wirkstoff in den Epiduralraum, außerhalb der Rückenmarkshülle; bei radikulären Schmerzen und postoperativen Syndromen
- Spinal (intrathekal) — direkt in den Liquorraum; bei implantierten Schmerzpumpen, maximale Wirkung bei minimaler Dosis