Zentrum für Diagnostik und Therapie
chronischer und komplexer Schmerzen

Kagraner Platz /
Doningasse 12/1/5
1220 Wien

Verabreichungswege

Wie ein Medikament in den Körper gelangt, ist oft genauso wichtig wie das Medikament selbst. Unterschiedliche Verabreichungswege haben unterschiedliche Wirkprofile — und manche Schmerzsituationen brauchen einen sehr spezifischen Zugang.

  • Oral — Tabletten, Kapseln, Tropfen: der häufigste Weg, praktisch, aber abhängig von Resorption und Stoffwechsel
  • Transdermal (Pflastersysteme) — kontinuierliche Wirkstoffabgabe über die Haut; besonders relevant bei Opioiden (z. B. Fentanyl, Buprenorphin) und Lokalanästhetika (Lidocain-Pflaster bei postherpetischer Neuralgie)
  • Topisch (Salben & Cremes) — lokale Wirkung ohne systemische Belastung; z. B. NSAR-Gele, Capsaicin-Cremes, Lokalanästhetika-Salben
  • Subkutan & intramuskulär — rasche Wirkung bei umgegangenem Magen-Darm-Trakt; z. B. bei Übelkeit oder eingeschränkter Schluckfähigkeit
  • Intravenös — schnellste Wirkung, maximale Steuerbarkeit; bei Ketamin-Infusionen, Bisphosphonaten oder Lidocain-Infusionen
  • Epidural — Wirkstoff in den Epiduralraum, außerhalb der Rückenmarkshülle; bei radikulären Schmerzen und postoperativen Syndromen
  • Spinal (intrathekal) — direkt in den Liquorraum; bei implantierten Schmerzpumpen, maximale Wirkung bei minimaler Dosis