Zentrum für Diagnostik und Therapie
chronischer und komplexer Schmerzen

Kagraner Platz /
Doningasse 12/1/5
1220 Wien

Taping

Taping ist weit mehr als bunte Streifen auf der Haut — auch wenn es auf den ersten Blick so wirken mag. Die verschiedenen Taping-Techniken, die in der modernen Physiotherapie eingesetzt werden, verfolgen unterschiedliche Ziele: Gelenke stabilisieren, Muskeln und Sehnen entlasten, Schwellungen reduzieren, Bewegungsabläufe korrigieren und propriozeptive Reize setzen — also dem Nervensystem helfen, die Position und Bewegung des Körpers besser wahrzunehmen.

In der Schmerztherapie ist Taping besonders wertvoll dort, wo Instabilität ein zentrales Problem ist: bei hypermobilem Ehlers-Danlos-Syndrom, bei chronischen Sehnenansatzschmerzen wie Tennisellbogen oder Fersensporn, bei Knie- und Sprunggelenksproblemen, bei myofaszialen Schmerzsyndromen und bei der Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen.

Wir unterscheiden zwischen zwei Hauptansätzen: das klassische rigide Taping, das ein Gelenk in seiner Bewegung gezielt begrenzt und stabilisiert — und das elastische Kinesiotaping, das Bewegungsfreiheit erhält, gleichzeitig aber Muskeln und Faszien unterstützt, die Durchblutung fördert und Schmerzrezeptoren über die Hautrezeptoren beeinflusst.

Taping ersetzt keine Therapie — es begleitet sie. Als Teil unseres physiotherapeutischen Konzepts wird es individuell angepasst und gezielt eingesetzt: nicht als Standardmaßnahme, sondern dort, wo es einen echten Unterschied macht.

Wann besonders sinnvoll: hEDS und Bindegewebserkrankungen mit Gelenkinstabilität, Sehnenansatzschmerzen, postoperative Rehabilitation, myofasziale Schmerzsyndrome, Knie- und Sprunggelenksarthrose, Wirbelsäulenbeschwerden mit muskulärer Dysbalance.